
SCHLOSS KROMSDORF
Ein Schloss mit vielen Gesichtern – Für unvergessliche Events und besondere Momente
© Foto T. Marwinski, Kromsdorf
Über das Schloss
Schloss Kromsdorf -der heutige Mittelbau- wurde 1580 von Georg Albrecht von Kromsdorf errichtet. Mitte des 17. Jahrhunderts erwarb Anna Magdalena von Weidenbach, geb. von Kromsdorf, den Besitz für 4300 Gulden. 1688 übernahm ihr Enkel, Johann Theodor de Mortaigne, das Schloss. Während der Zeit der Mortaignes begann die zweite große Bauphase, bei der der West- und Ostflügel angebaut wurden und das Schloss sein heutiges Aussehen erhielt. Außerdem startete der Bau der noch heute erhaltenen Mauer um den Schlosspark mit ihren 64 Nischen und Büsten.
Nach dem Verkauf des hochverschuldeten Anwesens 1694 wurde es zunehmend vernachlässigt. 1806 zerstörten französische Soldaten die Parkanlage und plünderten Teile des Schlossinneren. 1829 nahm sich Großherzog Carl Friedrich von Sachsen-Weimar des Schlosses an und renovierte es. In dieser Zeit wurden auch der Baumbestand und der Promenadenweg -heutiger Radweg- von Tiefurt nach Kromsdorf angelegt.
Im Jahr 1905 erwarb Kammerherr Erich von Conta das Schloss, er erhielt die vorhandene Bausubstanz und richtete den Rittersaal -heutiger Kaminsaal- im Erdgeschoss des Schlosses ein.1
Seitdem hat Schloss Kromsdorf zahlreiche weitere Kapitel erlebt: Es beherbergte Flüchtlingsfamilien und Architekturstudenten, die den Verfall des Gebäudes verhindern wollten. Außerdem wurde es u.a. als Kindergarten, Bibliothek und Gaststätte genutzt. Heute wird Schloss Kromsdorf von der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße gepflegt, und verschiedene Räumlichkeiten stehen für Veranstaltungen zur Verfügung. Der Schlosspark ist außerhalb von geschlossenen Veranstaltungen frei zugänglich und liegt am Ilmtal-Radweg.








Schloss Kromsdorf – ein Ort mit vielen Gesichtern
- Basiert auf Vollrath, W. G. (2010). Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens. Die Schloßanlagen bei Weimar. Naumburger Verlagsanstalt. ↩︎